WIR GRATULIEREN
DEN SIEGERN
DES WETTBEWERBS 2017

 

 

1. Platz: Mogan Ramesh, M. A. Wissenschafts- und Technikphilosophie an der TU München

2. Platz: Tobias Thölken, M. Ed. Deutsch und Geschichte an der Universität Bremen

3. Platz: Daniel Gottal, M. Sc. Economics an der Universität Bayreuth

 

Gemeinsam mit den drei prämierten Essays werden die Beiträge folgender Autorinnen und Autoren publiziert:

Thomas Bieker, Philipp Ebert, Fabian Fischer, Önder Gedik, Astrid Gläsel, Simon Grothe, Bernadette Gruber, Edgar Hirschmann, Alice Jacobi, Jonathan Kamzelak, Lukas Kiehne, Aaron Laufer, Philipp Emanuel Neudert, Lukas Peh, Thilo Stopper, Feryat Sannuroglu, Christoph Schaten,  Juliane Tkotz, Jannes Tilicke, und Oliver Weber.

 

 

plakat2017Die Deutsche Gesellschaft e. V. rief Studierende dazu auf, sich in Form eines Essays mit einer gesellschaftlich relevanten Fragestellung auseinanderzusetzen. Im Jahr 2017 fand der Wettbewerb bereits zum achten Mal in Folge statt. Im Fokus standen die Themen „gemeinsame Werte“, „Identität“ und „kulturelles Selbstverständnis“. Konkret lautete die Frage:

„Brauchen wir eine Leitkultur?“

Der Begriff Leitkultur hat in den letzten Jahren eine Renaissance erfahren und wird von Vertreterinnen und Vertretern der Politik und Presse, von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, von interessierten Bürgerinnen und Bürgern vielschichtig und kontrovers diskutiert. Im Zuge der Flucht- und Migrationsbewegungen der letzten beiden Jahre hat die Frage nach Identität an Aktualität gewonnen. Der Begriff Leitkultur kann aber auch ohne den Bezug zum Thema „Integration“ diskutiert werden; nämlich als Frage nach dem Koordinatensystem des gesellschaftlichen und damit kulturellen Zusammenlebens überhaupt. In der Diskussion über die Stellung des Individuums zur Gesellschaft und zum Staatswesen offenbaren sich verschiedene Konzepte und unterschiedliche Ideen prallen aufeinander. Die Vorstellungen darüber, was eine Leitkultur ausmacht, weichen deutlich voneinander ab.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten in ihren Essays dem Begriff Leitkultur nachspüren und über ihn reflektieren. Dabei konnten sie sich an folgenden Fragen orientieren:

  • Ist eine Leitkultur mit für alle verbindlichen Werten für ein friedliches und respektvolles Miteinander notwendig?
  • Bedroht das Konzept der Leitkultur die Vielschichtigkeit der Gesellschaft?
  • Sollten deutsche, europäische oder doch universell verstandene Werte die Grundlagen einer Leitkultur bilden?
  • Wie hat sich der Begriff Leitkultur in den vergangenen Jahren gewandelt?
  • Sollte das Grundgesetz die Basis einer Leitkultur bilden?
  • Ist die Leitkultur als Aufforderung an alle zu verstehen, bestimmte Werte zu fördern?
  • Verstehen wir Leitkultur als Instrument der Mehrheit, Minderheiten unter Assimilationsdruck zu stellen und alles „bunte“ zu vereinheitlichen?
  • Ist Leitkultur elitär oder offen, national oder global zu verstehen?
     

Regelwerk

Der Essaywettbewerb richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen im Bachelor-, Master- und Promotionsstudium, im Studium auf Staatsexamen usw. Teilnahmebedingung ist die Immatrikulation an einer Hochschule.
Die Teilnehmenden reichen zu dem vorgegebenen Thema ein Essay ein. Der Fließtext soll 8.000 bis maximal 10.000 Zeichen inkl. Leerzeichen umfassen.
Die Texte sind auf Deutsch zu verfassen.

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